im Bistum Hildesheim
Aschermittwoch der Künstler
Dialog, Begegnung mit Kunst

Aschermittwoch 2016
Aschermittwoch 2011
Aschermittwoch 2012
Aschermittwoch 2013
Aschermittwoch 2014
Aschermittwoch 2015

Im Bistum Hildeheim gibt es diese Veranstaltungsreihe auf Initiative des im Jahr 2010 verstorbenen Bischofs Dr. Josef Homeyer seit 1986. Für das Konzept und als Kurator konnte er seinerzeit Prof. Gerd Winner und seine Frau Ingema Reuter aus Liebenburg gewinnen.

In der Nachfolge des unvergessenen großen Bischofs Bernward sieht sich die Kirche von Hildesheim in der Pflicht, mit der Bildenden Kunst der Gegenwart in engem Kontakt zu bleiben. Sie sucht diesen Dialog, weil diese wie sie selbst im lebendigen Gedankenaustausch mit der Lebenswelt der Menschen stehen muss.

Im Laufe der zwei Jahrzehnte des Bestehens dieser Veranstaltungsreihe hat sich eine Zweigleisigkeit der öffentlichen Veranstaltung entwickelt und bewährt:

- Die Kunstausstellung
Über die Wochen der Fastenzeit findet in Hildesheim eine Präsentation bildender Kunst der Gegenwart in den Räumen des städtischen Roemer- und Pelizaeus- Museums statt. Dieser Schritt in die unkirchliche Öffentlichkeit ist dabei ein wichtiges Element des Konzeptes. Die Vernissage liegt meist kurz vor dem Aschermittwoch. Bei der Auswahl des Künstlers/ der Künstlerin für die Präsentation durch die Kuratoren Prof. Gerd Winner und Prof. Dr. Michael Brandt sind ein zur Kirchenjahreszeit passender spiritueller Ansatz und eine künstlerische Position von hohem Niveau sowie überregionaler oder gar internationaler Anerkennung wichtige Kriterien.

- Der Aschermittwoch
Der eigentliche Aschermittwoch wird im Hildesheimer Dom mit dem Abendgottesdienst eröffnet. Daran schließt sich eine Veranstaltung in den Räumen der Dombibliothek an, die geprägt ist von Musik und Literatur bzw. Theater und Performance mit anschließender Begegnung.

Themen der vergangenen Jahre, PDF (19 kb)


DER ASCHERMITTWOCH DER KÜNSTLER ist eine von dem Katholiken Paul Claudel nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris begründete Veranstaltung der Begegnung von Kirche und Kunst, die jährlich am Aschermittwoch in über 100 Städten stattfindet. Dem ersten Künstleraschermittwoch Claudels war ein Treffen französischer Künstler zu einer religiösen Besinnung vorausgegangen, das im Jahre 1914 von dem französischen Karikaturisten und Theatermaler Adolphe Willette, einem Freund von Henri de Toulouse-Lautrec, einberufen wurde. Nach dem Tode Willettes 1926 wurde noch im gleichen Jahr in der Pariser Künstlerkirche Saint Germain l’ Auyerrois eine Messe für alle verstorbenen Künstler gefeiert.

Kardinal Josef Frings griff die Idee 1950 in Köln auf. Kurz danach wurde der Aschermittwoch erstmals in München (1955) gefeiert, zu dem alle Künstlerinnen und Künstler der Erzdiözese München und Freising eingeladen werden. Inzwischen strahlt dieser Impuls auf immer mehr Bistümer und auch ev. luth. Landeskirchen aus.

Pastor
Ulrich Schmalstieg
Mauerstraße 4
38640 Goslar
Tel. 0 53 21/74 59 0 59
kuenstlerseelsorge-hildesheim@gmx.de